Das Projekt

Gemüse- und Obstanbau nach den Maßstäben regenerativer Landwirtschaft

In Gransee können wir 15 Hektar Land (davon 13 Hektar Acker) kaufen. Acht weitere Hektar Acker sind bereits gepachtet. Dort wollen wir nach den Maßstäben regenerativer Landwirtschaft Gemüse und Obst anbauen. Der Betrieb soll als Verantwortungsgemeinschaft von ErzeugerInnen und VerbraucherInnen im Sinne der Solidarischen Landwirtschaft organisiert werden. Die Gründungsinitiative folgt der Überzeugung, dass die Zukunft der Wirtschaft auf Dialog, Transparenz und echter Begegnung beruht.

Wer wir sind

Wir sind eine heterogene Gruppe aus einigen Dutzend Menschen, die im Raum Berlin/Leipzig unter anderem erfolgreich als LandwirtInnen, RestauratorInnen, GärtnerInnen, PädagogInnen, ImkerInnen, PhysiotherapeutInnen oder HändlerInnen arbeiten und die ein gemeinsamer Traum vereint: Wir wollen echte Pioniere der Agrarwende sein und zeigen, dass sie funktioniert!

Wir sehen uns als

Solidarische Landwirtschaft

also eine Wirtschaftsgemeinschaft zwischen LandwirtInnen, GärtnerInnen und VerbraucherInnen, die auf die Bedürfnisse aller Beteiligten abgestimmt ist. Dabei teilen sich alle die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte.

Wohn- und Arbeitsgemeinschaft

mit Gemeinschaftsräumen und individuellen Unterkünfte für temporäres Wohnen (z.B. Jurten, Tiny Houses, Wohnwagen). Gemeinsam wollen wir als gesellschaftliche Reformkraft an, mit und für Mutter Erde arbeiten.

Sozialen Hoforganismus

also eine generationsübergreifende Gemeinschaft auf freiheitlicher, selbstbestimmter, basisdemokratischer Grundlage. Dabei sind uns integrative Entscheidungsformen, Transparenz und Offenheit sowie die Bereitschaft zur konstruktiven, friedvollen Konfliktbewältigung wichtig. Bedürfnisorientierte Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung sind für uns selbstverständlich.

Lern & Kulturort

mit Bildungsveranstaltungen z.B. zu den Themen gesunde Ernährung, nachhaltige Anbaumethoden und respektvolle Kommunikation. Auch soll der Hof als Ort für kulturelle Angebote mit Musik, Theater, Tanz, Kunst, Ausstellungen und jahreszeitlichen Festen dienen.

Arbeits- und Lieferorganisation

mit gemeinschaftlichen Arbeitseinsätzen und einer engen Zusammenarbeit mit BewirtschafterInnen und Betrieben. Auch planen wir eine Verkaufsstelle auf dem Hof für weiterverarbeitete Produkte.

Die Landschaft

Die Flächen (alle 23 Hektar) liegen am östlichen Stadtrand von Gransee, nördlich der Straße nach Zehdenick, auf etwa 50 m über N. N. Von Süd nach Nord fällt das Gelände leicht (um 5 m) ab. Hoher Grundwasserstand (0,5 – 5 m), sandige bis lehmige und anmoorige Böden mit – nach Aussage des Verkäufers – bis zu 55 Bodenpunkten. Gransee verfügt über eine RE-Anbindung nach Berlin (46 Min. Fahrzeit von Berlin Hauptbahnhof), vom Bahnhof sind es nur 10 Minuten zu Fuß.

grandelisee-location

Der Hof

Die Bewirtschaftung der Flächen ist ab Oktober 2022 möglich. Der schrittweise Aufbau einer Hofstelle mit Möglichkeiten zur Aufbereitung und Lagerung von Obst und Gemüse und Einrichtungen für gemeinschaftliche Einsätze und Unterbringung sind geplant.

BewirtschafterInnen und EigentümerInnen
stellen sich vor:

Claas Fischer

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Catrin Markau

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Volker Buchold

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Simon Junge

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Iwa Juschak

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Jonas Allgaier

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Betriebsspiegel (Flächenplanung / Anbaumethoden)

Die Flächen haben das Potential, um ganzjährig 500 bis 1000 Haushalte zu versorgen. Bis zu einem Drittel der Fläche kann dabei mit Gemüse bestellt werden. Angestrebt wird Biointensivanbau (Market Gardening). Die anderen ⅔ sind Baumkulturen sowie Erholungs- und Rotationsflächen mit Gründüngung und Extensivkulturen.

Das Obst fungiert in 2er- oder 4er-Reihen entlang der Versorgungswege als Raumgliederung für kleine Schläge von 0,3 bis 1 Hektar. In gleicher Weise werden auch schnellwachsende, stickstoffbindende Gehölze für den Kurzumtrieb zur Kompostgewinnung gepflanzt. Die Kombination von Gehölzen, Gründüngungsflächen und Bewässerung ist die Grundlage für eine intensive eigene Kompostwirtschaft zum Humusaufbau. Eine extensive Tierhaltung zur Kompostanreicherung mit tierischem Mist wird angestrebt. Je nach Mitarbeiterkapazität beginnend mit Hühnern über Schafe bis zu Rindern.

Vermarktung

Unsere Zielgruppe sind ernährungsbewusste Menschen, die sich im Rahmen einer Solidarischen Landwirtschaft mit unserer Vision von gesunder, regionaler Lebensmittelerzeugung identifizieren können. Einige von uns verfügen bereits über jahrelange Erfahrung mit der Organisation und Logistik für die Versorgung von rund 500 Haushalten. Derzeit entwickeln wir Pläne für eine übergangsweise Zusammenarbeit in der Aufbauphase mit Partnerbetrieben der SterngartenOdyssee im Raum Halle/Leipzig. In diesem Rahmen könnten wir uns in Gransee auf den Anbau von Feingmüse konzentrieren und den Aufwand für die Logistik teilen. Auf der künftigen Hofestelle in Gransee wollen wir das Gemüse und das Obst aufbereiten und packen, damit wir es von da aus zu unseren Mitgliedern der Solidarischen Landwirtschaft liefern können.

Regionale Einbindung

Ökologie

Wir werden eine konventionelle Ackerfläche übernehmen, die wenig Diversität mitbringt. Es gibt in Nord-Südrichtung verlaufende Gehölzstreifen an den Grenzen. Südlich grenzt die Straße nach Zehdenick – immerhin eine Allee – an, im Norden begrenzt ein Entwässerungsgraben die Fläche. In der Südostecke gibt es als Überreste der alten Baumschule zwei große Forsythienhecken. Die Umgebung ist ziemlich flach, Wald ist nicht in der Nähe. Der hohe Grundwasserstand ermöglicht die Pflanzung auch von schnellwachsenden Gehölzen. Wir wollen den Humusaufbau und die Biodiversität mit der oben beschriebenen kleinteiligen Struktur fördern, in der alle Landschaftselemente wie Acker, Wiese, Busch und Baumbestände bis hin zum Gewässer vertreten sind. Auch Tiere wie Bienen, Hühner, Schafe und Rinder kommen nach und nach dazu.

Soziales und kulturelles Engagement

In unserem Kreis gibt es ein engagiertes Bedürfnis nach Begegnung. In diesem Zusammenhang haben wir uns bereits über Möglichkeiten für Kinderbetreuung, Bildungsangebote und Veranstaltungsräume verständigt, die von allen sehr gewünscht werden.

Zusätzlich würden wir gerne Seminare zu den Schwerpunkten gesunde Ernährung, Selbstveranwortung sowie respektvolle, konstruktive und friedvolle Kommunikation anbieten. Außerdem planen wir, den Hof als Ort für Musik, Theater, Tanz, Kunst, Ausstellungen und jahreszeitliche Feste zu etablieren. Für Schulklassen wollen wir Projekte anbieten, in denen sie ihr eigenes Stück Acker bestellen und beernten können. Mit dem Verein „Citizen Forest“ gibt es erste Gespräche für die Anpflanzungen von Waldinseln und weiteren Landkauf für diesen Zweck.

Flächenkauf

Angaben zum Verkäufer, Flurstücksnummern etc. können wir an dieser Stelle leider nicht veröffentlichen. Der Kaufpreis für die Ackerflächen (13 Hektar) liegt  bei 270.000 €. Der Kaufpreis für die ca. 2 Hektar Gewerbebaulandfläche liegt bei beachtlichen aber üblichen 330.000 €.

Unterstützen

Steigen Sie jetzt mit ein und werden Sie Teil unseres Landwirtschaftsprojekts GranDeliSee!

Genossenschaftsanteile

Bei Genossenschaftsanteilen handelt es sich um Geschäftsanteile der Kulturland eG (mit der wir zusammen das Ackerland kaufen), die Sie zum Miteigentümer unseres GranDeliSee-Projekts machen. Als Genossenschaftsmitglied gehört Ihnen dann ein Stück vom „Kuchen“. Genossenschaftsanteile à 500 € können in beliebiger Höhe und Anzahl übernommen (gezeichnet) werden. Die Anteile sind nicht verzinst und nach Ablauf von 5 Jahren jährlich kündbar. Bei Aufnahme in die Genossenschaft ist ein einmaliger Kostendeckungsbeitrag (Eintrittsgeld) in Höhe von 5% (Richtwert) fällig. Dieser Richtwert kann nach freiem Ermessen des Mitglieds erhöht oder abgesenkt werden.

Nachfolgend können Sie sich die Absichtserklärung zur Zeichnung von Genossenschaftsanteilen herunterladen (das PDF-Formular lässt sich auch am Bildschirm ausfüllen). Bitte senden Sie die ausgefüllte und unterschriebene Absichtserklärung per E-Mail an kontakt@grandelisee.de oder postalisch an:

Catrin Markau
Gubener Straße 22
10243 Berlin

Logo Kulturland eG

Die Genossenschaftsanteile sind notwendig, um den Kaufpreis für die 15 Hektar Land aufzubringen, Maschinen zu kaufen und Gebäude zu bauen. Die Genossenschaftsanteile sind dabei der Schlüssel für unsere SoLaWi, denn eine ausreichende Anzahl hilft, unser Projekt gemeinsam in die Tat umzusetzen.

Direktkredite

Direktkredite (Nachrangdarlehen) sind Geldbeträge, die dem Landwirtschaftsprojekt GranDeliSee, bzw. der Projektgesellschaft als Eigentümerin (GranDeliSee Kommanditgesellschaft) direkt von Privatpersonen oder Gruppen geliehen werden – ohne den Umweg über die Bank. Dadurch ist das Projekt mit niedrigeren Zinsen belastet und die UnterstützerInnen erhalten die Möglichkeit einer transparenten, sozialen und ökologischen Geldanlage. Eine Bank finanziert nur einen Teil der Investitionskosten und setzt vorhandenes Eigenkapital voraus. Direktkredite werden dabei von der Bank wie Eigenkapital behandelt. Je höher diese Eigenleistung, desto günstiger sind die Konditionen des Bankkredites.

Wenn Sie uns mit einem Direktdarlehen unterstützen möchten, kontaktieren Sie uns gerne!

Termine

Hier teilen wir mit Ihnen wichtige Termine zu unserem Projekt, Veranstaltungen und andere Ereignisse.

Kontakt

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserem Landwirtschaftsprojekt GranDeliSee, und beantworten gerne Ihre Fragen und freuen uns ebenso über Ihr Feedback. Sie können sich mit uns per E-Mail und Telefon in Verbindung setzen:

Catrin Markau
E-Mail: kontakt[at]grandelisee.de
Telefon: +49 (0)176 / 86242632